You are here: Home Security Viren, Würmer und co Geschichte
Search
Advanced Search…
E-Mail

Webmail: webmail.wyden.com

E-Mail Preferences: postfix.wyden.com/users

E-Mail Administration: postfix.wyden.com

Statistics
Total: 473
Total Pages: 286
Total Folders: 87
Total Files: 18
Total Links: 26
Last modification: 19.04.2012 15:21
 

Geschichte

by Wyden Silvan last modified 01.06.2010 20:00

1. Die Urgeschichte der Viren

Die Geschichte der Computerviren geht bis in die 70er Jahre zurück. Schon damals wurden Programme entwickelt, die sehr grosse Ähnlichkeiten mit einem Virus oder Wurm hatten. So wurde ein Computerspiel entwickelt das den Namen „Core Wars“ (Krieg der Kerne) erhielt. Bei diesem Spiel wetteiferten zwei Programme darum, dem Gegner wertvolle Rechenzeit zu stehlen. Das Ziel des Programms war nicht sich fortzupflanzen, sondern zu überleben.

2. Die ersten echten Viren

Die ersten echten Viren kamen erst in der zweiten Hälfte des Jahres 1981 auf. Es war ein Virus der für den Apple II (ein Computer) geschrieben worden war. Der Virus hiess „Elk Cloner“ und war damals noch mit Datum- und Herstellangaben ausgestattet. Laut Hersteller sollte er eigentlich keine Schäden anrichten. Doch aus Nachlässigkeit des Programmierers zeigte der Computer falsche Dateitypen an, die Anzeige invertierte und es wurden Klickgeräusche über die Lautsprecher ausgegeben.
Im Jahre 1982 wurden im Xerox Alto Resarch Center die ersten Würmer programmiert. Die Funktion, dass sich Würmer selbst verbreiten, wollte man nützlich einsetzen. So würden sich Antivirensoftware, Updates und Nachrichten automatisch auf alle Rechner verteilen. Des Weiteren sollte der Wurm freie Rechenzeit auf den vernetzten Computern finden und sie nutzen. Doch wegen eines Programmierfehlers wurde der Wurm unkontrolliert vermehrt, was kurz darauf zu einem vollkommenen Systemabsturz führte.

3. Der erste funktionsfähige Virus

Erst Dr. Fred Cohen, der als Vater der Computerviren gilt, stellte im Jahre 1983 den ersten funktionsfähigen Virus vor. Der Virus bekam alle Benutzerrechte und breitete sich blitzartig aus. Er wurde von parallel laufenden Tools bewacht und kontrolliert. Von seinen Experimenten und Beobachtungen ausgehend, kam Cohen zum Resultat, dass es auf jedem Computersystem möglich sei, so etwas wie einen Virus zu schreiben und dass kein Programm in der Lage sei, eine Datei zu untersuchen und mit hundertprozentiger Sicherheit zu entscheiden, ob sie einen Virus enthält oder nicht. Diese Aussagen gelten heute auch noch!

4. Übersichtstabelle 1981-2004

Die nachfolgende Übersichtstabelle soll einige der wichtigsten Viren, Würmer und Trojanischen Pferde zusammenfassen, die es gegeben hat. Da es von jedem Virus meistens mehrere Kopien gibt, die auf dem gleichen Prinzip beruhen, aber einfach anders heissen, wäre es sinnlos diese Viren hier auch aufzulisten. Zum Beispiel wurden während der Periode von 1991-1995 fast keine neuen Viren mehr geschrieben, sondern nur mehr die bereits existierenden kopiert und modifiziert.

Jahr: Name: Bemerkungen:
1981 Elk Cloner 1. Apple II Virus
1986 Pakistani, Brain wurde von einem Computer-Geschäft auf illegale Disketten kopiert
1987 Lehigh infiziert die Dos-Datei command.com
1987 Stoned hat keinen negativen Playload
1987 Jerusalem-, PLO-Virus löscht an jedem Freitag den 13. alle Dateien mit den Endungen .com und .exe
1987 Cascade 1. verschlüsselter Virus
1987 CHRISTMA EXEC E-Mail Wurm
1988 MacMag Macintosh-Virus
1988 Internet-, Morris-, Unix-Wurm brachte 6000 Server zum Absturz
1989 Frodo 1. vollständiger, parasitischer (Datei)-Virus
1990 Whale 1. Virus mit Tarnkappeneigenschaften
1990 Flip, Omicron 1. erfolgreicher, mehrteiliger Virus
1991 Michelangelo ein sehr destruktiver Bootsektor-Virus, der sich aber nur am 6. März auslöst
1991 Tequila 1. weit verbreiteter, polymorpher Virus
1995 Wm.Concept 1. Makrovirus (Microsoft Word)
1997 Good Times ein Hoaxe
1997 AOL-Trojaner war der Boom von 1997
1998 Spacefiller, Chernobyl versucht das Bios neu zu schreiben
1999 Melissa 1. moderner Schnellbrüter, d.h. er verbreitete sich innerhalb weniger Stunden weltweit
1999 PrettyPark verbreitet sich über das Adressbuch des Opfers
1999 BubbleBoy verseucht das System sobald man das infizierte E-Mail liest
2000 LoveLetter (Bug-Virus) hat sich schneller und weiter ausbreiten können als Melissa
2001 I-Worm.BadtransII ist ein Trojanisches Pferd, das versucht wichtige Informationen vom System zu stehlen
2002 I-Worm.Klez nützt ein Sicherheitsloch vom Internet Explorer aus
2003 W32.Bugbear.B@mm ein typischer E-Mail-Anhang Wurm
2003 W32.Blaster.Worm nützt ein Sicherheitsloch im Internet Explorer aus
2004 W32.Mydoom.AI grosse Verteilung und grosser Schaden